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In seinem wirtschaftlichen Ausblick unter dem Titel "Die mageren Jahre" - in Anlehnung an den Traum des Pharao in Mose 1, Kapitel 41 - spannte er den Bogen von der Dotcom-Blase über die Subprime-Krise bis zur heutigen tiefgreifenden Schulden- und Währungskrise. Aus heutiger Sicht sei der Aufschwung von 2010 trügerisch gewesen. Leider seien bei der Bewältigung der genannten Krisen die wahren Ursachen nicht bekämpft worden. Letztlich lägen diese darin begründet, dass man seit Jahrzehnten über den Verhältnissen lebe und ökonomische Grundsätze schlicht missachtet würden. Ein Beispiel dafür seien die Sozialwerke, insbesondere die zweite Säule, wo die gegenwärtigen Renten nach Ansicht von Held rund 30 Prozent zu hoch sind.
Obwohl grundsätzlich Optimist sieht der Referent in der näheren Zukunft keine Besserung: "Die Politik in der Schweiz sieht sich zur Zeit nicht imstande, die grossen Probleme anzugehen. Sie werden hinausgeschoben. Man zerfleischt sich lieber mit unwichtigen Angelegenheiten".
Trotz ihrer vergleichsweise besseren Ausgangslage dürfe sich die Schweiz keinen Illusionen hingeben. Eigentliche Rezepte für die Bewältigung der "sieben mageren Jahre" sieht auch Held keine. "Es gilt, das eigene Haus in Ordnung zu bringen." Dazu zählt Held den Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur, z.B. das Elektrizitäts- und Verkehrsnetz. Zudem gelte es, in der Raumplanung einerseits die ausufernde Überbauung zu verhindern, andererseits aber Eigentumsrechte und Entwicklungsmöglichkeiten nicht zu stark zu beschneiden. Zudem sei eine echte Reform das Bankensystems unsausweichlich geworden.
Oben: Dr. Thomas Held bei seinem wirtschaftlichen Rück- und Ausblick.
Mitte: AVZO-Präsident Martin Reichle im Gespräch mit dem Referenten.
Unten: AVZO-Geschäftsstellenleiter Jürg Neff
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