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Zukunftsvisionen statt Arbeitsalltag - "Plattform Zukunft Bau" bei Lenzlinger

   
  23. September 2011 - Es braucht Mut, bekannte Dinge anders zu tun. Unter diesem Motto geht die "Plattform Zukunft Bau" mit ihrer Veranstaltungsreihe "Forschungs-Café Bau" bei Verbänden und Unternehmungen auf Tour. Kürzlich wurde bei der Lenzlinger Söhne AG in Nänikon ein solches "Forschungs-Café" veranstaltet.
   

Prof. Dr. Peter Schwehr
Prof. Dr. Peter Schwehr (Bild: Hochschule Luzern)

Metallbau

Doppelboden

 

Für diesen Anlass kamen Bereichsleiter, Verkäufer und Projektleiter der Bereiche Doppelböden, Parkett Teppiche Bodenbeläge, Schreinerei sowie Metallbau zusammen. Begrüsst wurden die Teilnehmenden durch Unternehmensleiterin Dr. Karin Lenzlinger.

Mehrwert schaffen durch ganzheitliche Sanierungsstrategien

Wie bei "Forschungs-Cafés" üblich, bildet der inhaltliche Auftakt der Veranstaltung ein Referat, das neuste Entwicklungen an der Schnittstelle von Forschung und Praxis aufzeigt. Prof. Dr. Peter Schwehr, Leiter des Kompetenzzentrums Typologie & Planung in Architektur (CCTP) an der Hochschule Luzern, erläuterte an einigen ausgewählten Beispielen, worauf es bei Sanierungsmassnahmen ankommt: Zentrales Element jeder Sanierung ist der Mehrwert für den Bestellenden – also den Investor, Bauherrn oder Mieter. Ganzheitliche Sanierungsstrategien betreffen immer das gesamte System Gebäude.

"Eine ausschliessliche Fokussierung auf eine energetische Optimierung ist bei einer Sanie-
rung nicht zweckmässig und wird dem ganzheitlichen Anspruch nicht gerecht", sagt Schwehr. Stattdessen gilt es, nach Möglichkeiten der Wertvermehrung zu suchen. "Gelingt es uns nicht, Gebäude an heutige Bedürfnisse anzupassen, droht der Abriss. Gebäude müssen anpassbar sein. Diese Anpassungsfähigkeit ist Gradmesser einer langfristigen Werterhaltung. Wir müssen mit dem Gebäude in kurzer Zeit, mit angemessenem Aufwand und zu vertretbaren Kosten auf neue Gegebenheiten reagieren können."

Peter Schwehr weiss, wovon er spricht, leitet er doch verschiedene Forschungsprojekte, in denen ganzheitliche Sanierungsstrategien untersucht werden. In Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe von Industriepartnern und weiteren Forschungsinstituten werden die Möglichkeiten modularer Sanierungen für unterschiedliche Bautypologien der 1940er- bis 1970er-Jahre untersucht.

 
 

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