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Entwicklung des Lenzlinger Doppelbodens -
Blick zurück in die Historie und Ausblick

Logo 50 Jahre Lenzlinger Doppelboden
   

Lenzlinger Werbefoto aus den 60-der Jahren (Doppelbodenplatte aus Sperrholz)

Lenzlinger Werbefoto aus den 70-er Jahren

So präsentiert Lenzlinger seine Doppelböden heute

In der Doppelboden-Fabrikation in Uster

Doppelboden-Montage

Doppelboden im Büro

Doppelboden im Rechenzentrum; Stützen mit Trägerprofilen verstärkt

 

28. Mai 2010 - Es beginnt 1960 mit einer Anfrage des Computerherstellers Bull, der eine Lösung für die Installation von Grossrechnern sucht. In den USA sind Bodenkonstruktionen für diese Anwendung bereits bekannt, aber noch nicht als ausgereiftes und industriell gefertigtes System erhältlich. Nach etlichen Prototyplösungen entwickelt Lenzlinger – damals in der Herstellung von Parkett und Telefonstangen sowie als Sägerei, Zimmerei und Schreinerei tätig - eine Bodenkonstruktion mit 30 mm starken Spanplatten im Format 740 x 740 mm und umlaufenden Holzkanten. Das Format ergibt sich aus den Abmessungen des (selbst hergestellten) massiven Klebeparketts mit Mosaikmuster, mit denen die Elemente belegt sind. Als Unterkonstruktion dient eine in der Höhe verstellbare Stütze aus Buchenholz, mit vier Messingnocken, in welche die Platten verankert werden.

Der Markt entwickelt sich

Mit der Installation der ersten Rechenzentren wächst die Nachfrage nach Doppelböden und bei Lenzlinger die Erkenntnis, welche Chancen das neue Geschäftsfeld bieten könnte. 1965 entsteht das Modell K374 mit einer Unterkonstruktion aus Stahlteilen. Ein Stützenunterteil aus Gewindestahl, ein Stützenoberteil aus Stahlrohr - oben mit eingefrästen Schlitzen - sowie darin eingehängte T-Profile erhöhen Stabilität und Tragfähigkeit einerseits sowie Einsatzbereich und Wirtschaftlichkeit des Doppelbodens andererseits. Anstelle von Spanplatten werden 27 mm starke Sperrholzplatten verwendet und die ersten Doppelböden mit Teppich- und Kunststoffbelägen belegt.

Wichtige Referenzen wie unter anderem die Fernsehstudios in Zürich und Genf, die Sendestationen für die PTT auf vielen Schweizer Alpengipfeln und das Centre Internationale de Conference in Genf machen den Namen Lenzlinger zum Inbegriff für das neue Bodensystem.

Lenzlinger investiert weiter in die Entwicklung der Platten und der Unterkonstruktion sowie in die Steigerung der Produktivität bei Herstellung und Installation. Ab Mitte der 70-er Jahre werden die Sperrholzplatten wieder durch Spanplatten ersetzt – dieses Mal hoch verdichtet und eigens für diese Anwendung hergestellt. Die Stirnseiten der Plattenelemente sind neu mit einem aufgeleimten Kunststoffband geschützt. In dieser verstärkten Ausführung setzt sich international zunehmend das Plattenformat 600 x 600 mm durch. Das Sortiment an Zubehör wie Rampen, Treppen, Lüftungsplatten, Elektrobodendosen, Rahmenkonstruktionen für Schaltschränke etc. wird laufend ausgebaut.

Marktexplosion mit Boom im Tertiärsektor

Ende der 70er- und anfangs der 80-er Jahre boomt der Dienstleistungssektor. Immer mehr Arbeitsplätze werden mit Computern und im Zuge dessen die ersten grossen Verwaltungsbauten mit zehntausenden Quadratmetern Doppelböden ausgerüstet. Diese werden neu bereits bei der Projektierung eingeplant.

In dieser Phase exportiert Lenzlinger seine Doppelböden auch erfolgreich nach Deutschland sowie in den Nahen und Fernen Osten, stösst aber zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Gegen Ende der 80-er Jahre wird entschieden, sich auf den stark wachsenden inländischen Markt zu konzentrieren. Mit dem Bau einer neuen Lagerhalle sowie einer neuen Produktionshalle und Anlage für die Verklebung der Beläge mit Dispersions- anstelle von Kontaktklebstoffen wird ein weiteres Mal in die Zukunft investiert.

Die Doppelbodentechnik wird weiterentwickelt. Lenzlinger führt ein modulares System ein, mit dem unterschiedliche Doppelbodenplatten mit variierenden Unterkonstruktionen kombiniert werden können. Neue Belagsarten wie Kautschuk, lose verlegte Teppichfliesen, Naturstein, Keramik etc. und neue Plattentypen mit Mineralstoff als Trägermaterial werden eingesetzt. Ende der 80er Jahre wird bei einem ersten grossen Objekt erstmals der abgenutzte Teppichbelag auf einer selber entwickelten Abschälmaschine entfernt und die Doppelbodenplatten mit einem neuen Belag belegt. Lenzlinger engagiert sich auch in den Normengremien und übernimmt mitunter eine führende Rolle bei Entwicklung der europäischen Norm für Doppelböden.

     
 
 

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