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Geschichte

 
   
  Aus der Geschichte der Mühle Niederuster
   

Der ehemalige Wohntrakt der Mühle Niederuster heute (Zeichnung Willy Brosi)

Das ehemalige Wohngebäude der Mühle Niederuster heute. Es wird seit der Restaurierung als Bürotrakt genutzt (Zeichnung Willy Brosi).


Die Mühle Niederuster 1963 (Foto Peter Surbeck)
Die Mühle Niederuster um 1963. Noch sind Rieter-Turbine und Seiltransmission in Betrieb. Die Fangvorrichtung verhinderte, dass das 240 Meter lange Antriebsseil bei einem Bruch den Verkehr auf der Sonnenbergstrasse behinderte (Bild: Peter Surbeck, Uster).

 

Die Mühle Niederuster kurz vor der RestaurierungDie Mühle Niederuster mit dem Transmissionsturm über der Wasserkraftanlage im schlechten Zustand vor dem Beginn der Renovationsarbeiten 1982.

 

Der Aabach, der den Pfäffikersee mit dem Greifensee verbindet, spielte bei der Industrialisierung des Zürcher Oberlands ein ausschlaggebende Rolle. Die 1350 erstmals urkundlich erwähnte "Ziegelmüli" darf nicht nur als Ursprung des Dorfes Niederuster, sondern auch als Kristallisationskern einer erstaunlichen Industrieagglomeration angesehen werden. Die Mühle Niederuster ist daher ein wichtiges Objekt am anfangs der achtziger Jahre in diesem Einzugsgebiet errichteten Industrielehrpfad.

Auch in den Ursprüngen der Firma Lenzlinger gegen Ende des 19. Jahrhunderts spielte die Nutzung der Wasserkraft der Mühle Niederuster eine zentrale Rolle. Diese Bedeutung nahm jedoch bis Mitte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich ab. Immerhin blieb die 1896 installierte, technisch interessante Turbinen- und Transmissionsanlage bis 1967 in Betrieb. Nach jahrzentelangem Seilziehen um das Schicksal der zunehmend dem Verfall geweihten Gebäulichkeiten wurden Wohn- und Ökonomietrakt der Mühle Niederuster mit Hilfe der kantonalen Denkmalpflege von 1982 bis 1984 umfassend restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt.

Im Zuge dieser Restauration liess Urs Lenzlinger ebenfalls eine neue Wasserkraftanlage in Form einer zweizelligen Ossberger Durchströmturbine installieren. Diese Anlage dient der Stromerzeugung und liefert jährlich in der Regel gut 100'000 kWh umweltfreundlichen Strom. Damit werden gegen 20% des Lenzlinger Strombedarfs in Uster (mit Doppelboden-Fabrikation) abgedeckt.

Quelle: Aabach und Mühle Niederuster; Ein Beitrag zur Industriegeschichte des Zürcher Oberlandes; Kleine Schriften der Paul Kläui-Bibliothek Nr. 3, 1985.

Daten aus der Geschichte der Mühle Niederuster (PDF, 30 KB).

 
 
 

 

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